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Sie bringen Ihr Objekt vorbei, wir prüfen und wiegen es im Haus, und Sie sehen jede Position einzeln, bevor Sie entscheiden. Stimmen Sie zu, rechnen wir am selben Termin ab — zum Börsenkurs des Tages, nicht nach Hauspreisliste.
Geschäftssäule I
Ankauf
Der Ankauf ist die erste unserer vier Geschäftssäulen und für die meisten Anliegen der direkteste Weg. Prüfung, Bewertung, Entscheidung und Abrechnung geschehen an einem einzigen Termin, in denselben Räumen — nichts wird eingeschickt, nichts geht ausser Haus.
Wir kaufen dabei auf eigene Rechnung an. Das unterscheidet den Ankauf von der Vermittlung in Kommission, bei der Ihr Stück erst Geld bringt, wenn sich ein Käufer gefunden hat. Welcher Weg für Ihr Objekt der sinnvollere ist, sagen wir Ihnen offen — und erst, nachdem wir es in der Hand hatten.
Warenspektrum
Vom einzelnen Ehering bis zum vollständigen Nachlass. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern dass sich der Wert bestimmen lässt — und das gelingt bei fast allem aus Edelmetall.
Ob ein Stück Edelmetall enthält, ob ein Uhrwerk mehr wert ist als sein Gehäuse, ob eine Punze echt ist — das klärt sich am Objekt in Minuten und am Telefon fast nie. Legen Sie auch dazu, was Ihnen wertlos erscheint: Verschlüsse, einzelne Ohrringe und verbogene Ketten werden nach Material bewertet.
Werkstatt & Prüfung
Wie geprüft wird
Unsere Werkstatt liegt im selben Haus wie der Empfang. Präzisionswaagen, Prüfgeräte, Analysewerkzeuge und Dokumentationsbereich stehen dort nebeneinander — Sie können bei jedem Schritt dabei sein.
Am Anfang steht die Punze: der eingestempelte Feingehalt, oft ergänzt um eine Meister- oder Länderpunze. Sie ist ein Hinweis, kein Beweis. Deshalb prüfen wir nach — mit Prüfstein und abgestuften Prüfsäuren, bei heiklen oder gefassten Stücken zerstörungsfrei mit dem Analysegerät.
Gewogen wird auf Präzisionswaagen und im Beisein. Steine, Uhrwerke, Federn, Leder und Fremdmetalle zählen nicht zum Edelmetallgewicht und werden abgezogen oder separat betrachtet.
Tageskurse
Edelmetallpreise bewegen sich fortlaufend. Wer mit Wochenpreisen oder einer Hausliste rechnet, verschiebt dieses Risiko auf den Verkäufer. Ihre Abrechnung basiert deshalb auf dem Kurs jenes Tages, an dem wir Ihr Objekt annehmen — und den sehen Sie hier.
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Ein Ankaufspreis, den Sie nachrechnen können: Gewicht, geprüfter Feingehalt und zugrunde gelegter Kurs stehen einzeln auf Ihrer Aufstellung.
Angegeben sind Richtwerte für reines Feinmetall — kein Kaufangebot. Zwischen Börsenkurs und Ankaufspreis liegen die Scheidekosten für das Einschmelzen, Analysieren und Raffinieren von Altmaterial sowie die Handelsspanne. Wie gross dieser Abstand ausfällt, hängt von Material und Menge ab: Sortenreine, grössere Posten sind günstiger zu verarbeiten als einzelne Kleinteile.
Bei Uhren, signiertem Schmuck und Sammlermünzen ist der Materialwert ohnehin nur die Untergrenze. Solche Stücke bewerten wir als Objekt — nach Zustand, Vollständigkeit, Provenienz und Nachfrage.
Ablauf
Derselbe Weg für den einzelnen Ring wie für die Kiste aus dem Estrich — nur der Zeitbedarf unterscheidet sich.
Wir nehmen Ihr Objekt im Annahmebereich entgegen, notieren es und legen es sortiert ab.
Punze lesen, Feingehalt prüfen, Zustand sichten, auf der Präzisionswaage wiegen.
Materialwert zum Tageskurs, Objektwert nach Zustand und Nachfrage — je nachdem, was trägt.
Wir zeigen Ihnen die Aufstellung und die Alternativen. Verkaufen oder nicht, entscheiden Sie.
Angekaufte Ware geht in unseren Verkauf, ins Händlernetzwerk oder in die Scheidung.
Auszahlung nach Ihrer Zustimmung, mit schriftlicher Aufstellung jeder einzelnen Position.
Vorbereitung
Viel ist es nicht — aber die richtigen Unterlagen beeinflussen den Wert eines Stückes spürbar und ersparen Ihnen einen zweiten Weg.
Wir arbeiten ohne Verkaufsdruck: keine Angebote mit ablaufender Frist, keine Nachverhandlung an der Tür. Sie können nach der Prüfung verkaufen, das Objekt wieder mitnehmen oder die Bewertung als Grundlage für Vermittlung oder Einlieferung nutzen. Nur eines tun wir nicht: Ihnen die Entscheidung abnehmen.
Häufige Fragen
Ja — wir empfangen nach Vereinbarung. Das hat einen praktischen Grund: Prüfung und Bewertung finden nicht nebenbei statt, sondern mit Ihnen zusammen am Bewertungstisch. Ein kurzer Anruf oder eine Nachricht genügt, dann ist die Zeit für Sie reserviert.
Bringen Sie eine Sammlung oder einen ganzen Nachlass, sagen Sie das bitte vorab — dann richten wir Sortierplätze her.
Eine fehlende Punze heisst nicht, dass kein Edelmetall vorliegt — viele ältere oder umgearbeitete Stücke tragen gar keine oder eine unleserlich gewordene Marke. Wir bestimmen den Feingehalt dann über den Strichtest: ein feiner Abrieb auf dem Prüfstein, behandelt mit abgestuften Prüfsäuren, deren Reaktion die Legierung eingrenzt.
Bei gefassten oder empfindlichen Objekten arbeiten wir zerstörungsfrei mit dem Analysegerät. Es zeigt auch, ob ein Stück massiv oder nur vergoldet ist — für den Wert der entscheidende Unterschied.
Für den reinen Materialwert zählt ausschliesslich das Edelmetall. Diamanten und Farbsteine, Uhrwerke, Federn, Lederbänder, Keramikreste und Fremdmetalle werden vom Gewicht abgezogen und getrennt betrachtet.
Getrennt heisst nicht wertlos: Ein guter Stein, eine gesuchte Referenz oder ein vollständiges Set kann den Materialwert deutlich übersteigen. Dann bewerten wir das Stück als Objekt statt als Metall. Welche Betrachtung für Sie die günstigere ist, sagen wir offen — bevor Sie entscheiden.
Erst nach Ihrer Zustimmung, unmittelbar im Anschluss an die Bewertung. Sie erhalten eine schriftliche Aufstellung, in der jede Position mit Gewicht, geprüftem Feingehalt und zugrunde gelegtem Kurs ausgewiesen ist.
Bei grösseren Posten stimmen wir Ablauf und Auszahlungsweg vorab mit Ihnen ab.
Ja. Bruchgold ist Bruchgold, ob es einmal ein Ring, ein Verschluss oder eine Zahnkrone war — der Feingehalt bleibt derselbe. Auch Einzelteile aus Silberbesteck, verbogene Ketten oder Zinn mit Dellen werden nach Material bewertet.
Bei Uhren und Schmuck lohnt der zweite Blick: Ein stehendes Werk oder ein defekter Verschluss ist oft reparabel und mindert den Wert weniger, als viele vermuten. Werfen Sie deshalb nichts vorab aus.
Dann nehmen Sie Ihr Objekt wieder mit. Die Bewertung ist keine Verpflichtung, und sie verfällt auch nicht: Sie können damit in Ruhe überlegen, eine Zweitmeinung einholen oder später wiederkommen. Beim Edelmetallanteil ändert sich zwischenzeitlich lediglich der Kurs.
Viele wählen an dieser Stelle einen anderen Weg — Vermittlung in Kommission oder Einlieferung in eine kommende Auktion. Auch das besprechen wir mit Ihnen.
Weiterführend
Vereinbaren Sie einen Termin in Feldbach oder schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Die Einschätzung erhalten Sie, bevor eine Entscheidung ansteht.