Vorabklärung
Sie beschreiben am Telefon grob, worum es geht: Art der Objekte, ungefährer Umfang, Ihre Situation. Wir sagen Ihnen offen, ob ein Hausbesuch sinnvoll ist oder ein Termin bei uns im Haus.
Ein voller Silberschrank, eine gewachsene Sammlung, ein Haushalt, der aufgelöst werden muss: Manches lässt sich nicht in einer Tasche vorbeibringen. Dann sichten und bewerten wir am Esstisch bei Ihnen zuhause — ruhig, diskret und Position für Position.
Vor Ort gesichtet
Wann sich ein Termin lohnt
Ein einzelner Ring passt in die Jackentasche. Zwölf Besteckkassetten, eine Münzsammlung in Alben, ein Nachlass über drei Zimmer verteilt — das nicht. Wer solche Bestände zusammenpackt, verliert die Ordnung, riskiert Beschädigungen und trägt Werte durch die Gegend, die besser im Haus bleiben.
Deshalb fahren wir hinaus. Wir bringen Waage, Lupe, Prüfmittel und Zeit mit. Sie müssen nichts vorsortieren, nichts einschätzen und nichts erklären, was Sie selbst nicht wissen.
Zürichsee
Einzugsgebiet
Unser Haus steht an der Feldbachstrasse in 8714 Feldbach. Von dort aus fahren wir regelmässig nach Hombrechtikon, Stäfa, Männedorf, Meilen und Rapperswil sowie in die umliegenden Gemeinden am oberen Zürichsee. Diese Strecken kennen wir, hier sind wir ohnehin unterwegs.
Liegt Ihr Bestand weiter entfernt, sagen Sie es am Telefon. Bei umfangreichen Sammlungen und vollständigen Nachlässen fahren wir auch darüber hinaus — was möglich ist, klären wir vorher.
Ablauf
Sechs Schritte, von denen die ersten beiden am Telefon stattfinden. Sie wissen vorher, wer kommt und was geschieht.
Sie beschreiben am Telefon grob, worum es geht: Art der Objekte, ungefährer Umfang, Ihre Situation. Wir sagen Ihnen offen, ob ein Hausbesuch sinnvoll ist oder ein Termin bei uns im Haus.
Wir halten fest, wann wir kommen, wie lange wir voraussichtlich brauchen und unter welchen Bedingungen der Termin stattfindet. Termine sind bei uns Vereinbarungssache — auch ausserhalb der üblichen Zeiten.
Zuerst verschaffen wir uns einen Überblick über den gesamten Bestand. So erkennen wir Zusammengehörendes: eine vollständige Besteckgarnitur, ein Set, eine geschlossene Sammlung.
Punzen lesen, Feingehalt prüfen, wägen, Zustand und Provenienz festhalten. Sie sitzen daneben und sehen jeden Schritt. Was wir nicht abschliessend beurteilen können, benennen wir als solches.
Ankauf, Vermittlung in Kommission, Einlieferung — oder gar nichts davon. Sie entscheiden, welche Position welchen Weg geht, und Sie dürfen sich dafür Zeit nehmen.
Erst danach wird gepackt. Sie erhalten eine Aufstellung dessen, was mitgeht, und die Abrechnung erfolgt nachvollziehbar zum vereinbarten Weg.
Ein Hausbesuch ist eine Sichtung, kein Abtransport. Nichts verlässt Ihr Haus ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung und ohne eine schriftliche Aufstellung dessen, was mitgeht. Wenn Sie am Ende des Termins nichts abgeben möchten, ist das ein normales Ergebnis.
Vorbereitung
Verbogene Ketten, einzelne Ohrringe, angelaufene Löffel, die abgegriffene Blechdose mit Kleinkram: Genau dort liegt erfahrungsgemäss Gold. Auch defekte Uhren, lose Steine und Bruchgold haben einen Materialwert. Was wertlos ist, sagen wir Ihnen — weggeworfen ist es unwiederbringlich.
Hier wird vor Terminen am meisten Wert vernichtet. Silberpolitur trägt Material ab und löscht die gewachsene Patina, die bei alten Stücken zum Zustand gehört. Bei Münzen kann bereits vorsichtiges Reinigen den Sammlerwert dauerhaft mindern, und aggressive Mittel greifen Vergoldungen, Emaille und weiche Steine an.
Angelaufen ist ein Zustand. Poliert ist ein Schaden.
Diskretion
Jemanden ins eigene Haus zu lassen, der Werte beurteilt, ist etwas anderes, als einen Laden zu betreten. Wir richten den Termin deshalb so ein, dass Sie die Kontrolle behalten.
Sie entscheiden, was Sie zeigen. Es gibt keine Pflicht, uns einen Schrank zu öffnen, ein Zimmer zu zeigen oder eine Position zu nennen, über die Sie noch nachdenken. Was Sie zurückhalten, kommentieren wir nicht.
Wir fahren neutral vor: keine Beschriftung am Fahrzeug, keine Firmenkleidung, kein Auftreten, das im Treppenhaus Fragen aufwirft. In Mehrfamilienhäusern ist ein Hausbesuch bei uns ein normaler Besuch, sonst nichts.
Was wir bei Ihnen sehen, bleibt bei uns. Wir geben weder Adressen noch Bestände noch Namen weiter, weder an Dritte noch an andere Kunden. Für eine Vermarktung nennen wir das Objekt — nicht seine Herkunft, ausser Sie wünschen es ausdrücklich anders.
Holen Sie jemanden dazu, dem Sie vertrauen — ein Familienmitglied, eine Nachbarin, Ihren Anwalt oder die Person, die den Nachlass betreut. Uns ist eine zweite Person am Tisch willkommen. Wer nichts zu verbergen hat, arbeitet lieber vor Zeugen.
Für Fachleute
Wer beruflich mit Wohnungen, Erbengemeinschaften und Fristen zu tun hat, braucht keine Beratung, sondern einen verlässlichen Termin und eine belastbare Aufstellung. Beides bekommen Sie von uns.
Häufige Fragen
Die erste Einschätzung ist unverbindlich. Was ein Termin bei Ihnen konkret bedeutet, klären wir vorab am Telefon — abhängig von Entfernung, Umfang und davon, ob es um eine Sichtung oder um eine ausführliche schriftliche Bewertung geht.
Sie erfahren die Bedingungen, bevor wir losfahren. Eine Rechnung, mit der Sie nicht gerechnet haben, gibt es bei uns nicht.
Feldbach, Hombrechtikon, Stäfa, Männedorf, Meilen, Rapperswil und das weitere Zürichsee-Umfeld sind unser gewohntes Gebiet. Bei umfangreichen Beständen, Sammlungen und vollständigen Nachlässen fahren wir auch weiter. Fragen Sie einfach — wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich der Weg für Sie lohnt.
Das hängt vom Umfang ab. Eine überschaubare Schmuckkassette ist deutlich schneller beurteilt als ein Haushalt mit Silber, Münzen, Uhren und Kunst. Wir schätzen die Dauer bei der Vorabklärung so ein, dass Sie planen können, und setzen den Termin nicht unter Zeitdruck.
Bei sehr grossen Beständen sichten wir zuerst und vertiefen einzelne Bereiche in einem zweiten Termin — lieber sorgfältig als hastig.
Nein. Sortieren ist genau die Arbeit, die wir mitbringen — und ungeordnete Bestände sind für uns Alltag. Wichtig ist nur, dass nichts vorher weggeworfen und nichts geputzt oder poliert wird.
Wir sagen es Ihnen. Versilbertes Besteck, moderne Modeschmuckstücke oder Serienware ohne Sammlerinteresse benennen wir als das, was sie sind, statt sie stillschweigend mitzunehmen. So wissen Sie, was Sie behalten, verschenken oder entsorgen können.
Manches liegt dazwischen: geringer Materialwert, aber Liebhaberinteresse. Solche Positionen zeigen wir auf, damit Sie entscheiden können, ob sich der Weg über eine Vermittlung lohnt.
Ausdrücklich ja, und wir empfehlen es. Ob Angehörige, Nachbarn, Beistand oder Anwalt: Jede Person, die Sie dazuholen möchten, ist willkommen. Bei Erbengemeinschaften ist es sogar sinnvoll, dass mehrere Beteiligte beim selben Termin zuhören.
Weiterführend
Ein Anruf genügt für die Vorabklärung. Sie erfahren sofort, ob ein Hausbesuch der richtige Weg ist, und behalten in jedem Schritt die Entscheidung.