Sichtung
Sie bringen das Stück zu uns nach Feldbach oder wir kommen bei umfangreichen Beständen zu Ihnen.
Nicht jedes Stück gehört in den Direktankauf. Wo der erzielbare Preis deutlich über dem Materialwert liegt, übernehmen wir den Verkauf für Sie: Sie bleiben Eigentümer, wir übernehmen Bewertung, Vermarktung und Abwicklung. Preisrahmen, Laufzeit und Provision stehen vorher schriftlich fest.
Geschäftssäule III
Kommission
Beim Direktankauf kaufen wir Ihr Objekt selbst und tragen von diesem Moment an das Risiko des Weiterverkaufs. Bei der Vermittlung bleibt das Stück Ihres. Wir stellen Prüfkompetenz, Ladenfläche und Netzwerk zur Verfügung und suchen den Käufer, der bereit ist, den Wert des Objekts zu bezahlen.
Dieser Unterschied wirkt sich auf den Erlös aus. Wer sofort ankauft, muss Zeit, Kapitalbindung und Marktrisiko einpreisen. Wer vermittelt, verzichtet auf diesen Puffer und rechnet erst ab, wenn verkauft ist. Für Sie heisst das: ein höherer möglicher Erlös — dafür kein Geld am selben Tag.
Deshalb stellen wir Ihnen beide Wege offen gegenüber, bevor Sie sich entscheiden. Was für Ihr Stück sinnvoll ist, sagen wir Ihnen nach der Sichtung — auch dann, wenn es gegen unser eigenes Ankaufsinteresse spricht.
Die ehrliche Abwägung
Beide Wege sind richtig — nur nicht für dasselbe Stück und nicht in derselben Lebenslage. Diese Gegenüberstellung gehen wir bei jeder Sichtung mit Ihnen durch, Position für Position.
Was seinen Wert aus dem Material zieht, kaufen wir an. Was seinen Wert aus dem Objekt zieht, vermitteln wir.
Bestände sind selten einheitlich. Aus einem Nachlass kaufen wir die Materialware direkt an und nehmen die wenigen tragenden Stücke in Kommission. Sie erhalten dann sofort einen Teilerlös und warten nur noch auf das, was das Warten lohnt.
Ablauf
Sechs Schritte, jeder einzelne dokumentiert. Die Entscheidung liegt in jedem davon bei Ihnen.
Sie bringen das Stück zu uns nach Feldbach oder wir kommen bei umfangreichen Beständen zu Ihnen.
Prüfung mit Waage, Lupe und Prüfgerät: Punzen, Feingehalt, Referenz, Zustand, Vollständigkeit, Provenienz.
Schriftlich festgehalten: Zielpreis, Mindestpreis, Laufzeit und die individuell vereinbarte Provision.
Fotografie, Beschreibung und Dokumentation des Stücks; Verwahrung im Tresor bis zur Präsentation.
Vitrine auf der Verkaufsfläche, Ansprache im Händlernetzwerk, ausgewählte Kanäle — auf Wunsch später die Auktion.
Nach dem Verkauf: erzielter Preis, ausgewiesene Provision, Auszahlung an Sie — sauber belegt.
Schriftlich
Vereinbarung
Bevor ein Stück in die Vitrine kommt, halten wir fest, worauf wir uns geeinigt haben. Die Vereinbarung ist kurz, in verständlichem Deutsch verfasst und liegt Ihnen vor, bevor Sie unterschreiben.
Die Höhe der Provision vereinbaren wir individuell. Sie richtet sich nach Objektart, Wert, Vermarktungsaufwand und Laufzeit — und sie steht in der Vereinbarung, bevor wir tätig werden. Abgerechnet wird sie erst nach dem Verkauf und offen ausgewiesen. Nachträgliche Abzüge gibt es nicht.
Eigentum & Verwahrung
Die Kommission überträgt kein Eigentum. Bis zum Verkauf an einen Käufer gehört das Objekt Ihnen — wir halten es in Verwahrung, geführt unter Ihrem Vorgang und mit der bei der Annahme aufgenommenen Beschreibung.
Uhren, Schmuck, Münzen und Edelsteine liegen in der Tresor- und Verwahrungslösung unseres Prüf- und Werkstattbereichs. Präsentiert wird nur, was präsentiert werden soll: in den Vitrinen der Verkaufsfläche, unter Verschluss und unter Aufsicht. Was empfindlich ist, bleibt bis zum konkreten Kaufinteresse im Tresor und wird nur auf Anfrage vorgelegt.
Bei der Annahme erhalten Sie einen Beleg mit Beschreibung, Gewicht, Punzen, Referenz- oder Seriennummern, Zustandsvermerk und Fotos. Damit ist festgehalten, was Sie eingeliefert haben und in welchem Zustand. Den Stand der Vermarktung können Sie jederzeit erfragen — und wir melden uns von uns aus, sobald es etwas zu berichten gibt.
Wir nennen weder Ihren Namen noch die Herkunft eines Stücks. Käufer erfahren, was ein Objekt ist, in welchem Zustand es sich befindet und was dokumentiert vorliegt — nicht, wem es gehört hat. Das gilt im Laden ebenso wie im Händlernetzwerk.
Häufige Fragen
Die Vermittlung wird über eine Provision vergütet, die erst nach dem Verkauf und aus dem erzielten Erlös abgerechnet wird. Ihre Höhe vereinbaren wir individuell — sie richtet sich nach Objektart, Wert, Vermarktungsaufwand und Laufzeit.
Diese Höhe steht in der schriftlichen Vereinbarung, bevor wir Ihr Stück übernehmen. Sie erfahren also vor der Einlieferung, was am Ende bei Ihnen ankommt. Eine erste Einschätzung Ihres Objekts ist unverbindlich.
Das hängt vom Objekt ab. Gefragte Uhren und marktgängiger Schmuck finden schneller einen Käufer als ein spezielles Sammlerstück, für das es wenige, dafür sehr entschiedene Interessenten gibt.
Wir nennen Ihnen bei der Bewertung eine realistische Einschätzung, statt eine Frist zu versprechen, die sich nicht halten lässt. Verbindlich ist die vereinbarte Laufzeit — und die bestimmen Sie mit.
Ihnen. Wir handeln in Ihrem Auftrag und nicht als Käufer. Das Eigentum geht erst mit dem Verkauf auf den Käufer über; bis dahin verwahren wir das Objekt für Sie und führen es in unseren Unterlagen als Ihr Kommissionsgut.
Dann bekommen Sie es zurück. Am Ende der Laufzeit entscheiden Sie, wie es weitergeht: verlängern, den Preisrahmen anpassen, das Objekt in eine kommende Auktion einliefern oder es einfach wieder abholen.
Alternativ unterbreiten wir Ihnen ein Ankaufsangebot. Dann ist die Sache am selben Tag abgeschlossen.
Ja, und wir empfehlen es ausdrücklich. Der Mindestpreis ist die Untergrenze, unter der wir nicht verkaufen — auch nicht nach Verhandlung. Er wird gemeinsam mit dem Zielpreis in der Vereinbarung festgehalten.
Setzen Sie ihn zu hoch an, bleibt das Stück stehen. Deshalb leiten wir ihn zusammen mit Ihnen aus der Bewertung ab und nicht aus einer Wunschvorstellung.
Ja. Bei grösseren Beständen sichten wir im Haus oder bei Ihnen zuhause und teilen auf: Was sich für die Kommission eignet, wird einzeln erfasst und bewertet; für Materialware und Alltagsware unterbreiten wir Ihnen ein Ankaufsangebot.
Sie sehen für jede Position, welcher Weg vorgeschlagen wird und warum — und entscheiden Stück für Stück.
Weiterführend
Bringen Sie Ihr Stück vorbei oder beschreiben Sie es uns kurz. Wir sagen Ihnen, welcher Weg für dieses Objekt mehr bringt — und begründen es.